|
Rodeo in der Welt Rodeo findet in den USA, Kanada, Mexico, Brasilien, Australien und Neuseeland statt. In Europa in Deutschland, Portugal, Frankreich, Italien, Polen, Ungarn und Tschechien. In Asien gibt es in unregelmäßigen Abständen Veranstaltungen auf den Philippinen und China.
"
nehme ich am Rodeo teil und lasse meine
Frustrationen an den Tieren aus." Irrtum: Rodeo ist ein unschuldiger Freizeitspaß Wahrheit: Rodeo ist Tierquälerei zu Unterhaltungszwecken Irrtum: Rodeo ist nur für Menschen gefährlich Wahrheit: Jährlich werden beim Rodeo weltweit Rinder, Pferde, Schafen und Schweine schwer verletzt bzw. getötet Der weltbekannte "Pferdeflüsterer" Monty Roberts, seinerseits ein Rodeo-Teilnehmer, ist der Meinung, dass einige Disziplinen, u.a. das "Calf Roping" (Kälberfangen) und "Wilde Horse Race" abgeschafft werden sollten. Zitat: "...Doch in meine Begeisterung mischte sich tiefe Betroffenheit über die Brutalität und Grausamkeit der Veranstaltung. ... Bis heute fordert das Wilde Horse Race Jahr für Jahr Todesopfer unter den beteiligten Pferden. Ich bin der Meinung, dass es abgeschafft werden sollte." (S. 86/87, Monty Roberts: Der mit den Pferden spricht, Bastei Lübbe, 1.-2. Ausgabe Juni 1999). Die Geschichte des Rodeos - Mythen haben ein langes Leben Von Geschichte oder gar Tradition kann man beim Rodeo kaum sprechen. Denn keine der heutigen Spielarten des Rodeos wurde je auf einer Ranch praktiziert. Den glorreichen Cowboy, wie wir ihn aus TV-Western kennen, gab es in diesem Sinne auch nicht. Ursprünglich war die Tätigkeit der Cowboys mit der eines Hirten vergleichbar. Sie hatten die Aufgabe, die Herde zusammenzuhalten und zu schützen, sei es vor menschlichen oder nicht-menschlichen Räubern. Cowboys waren im wahrsten Sinne "boys" - Kinder. Sie wurden aus den Reihen der Waisenkinder und wegen ihrer Rasse diskriminierten Menschen rekrutiert. Sie wurden von ihrem Arbeitgeber schlecht behandelt und oft sogar, mangels Frauen in abgelegenen Camps, sexuell missbraucht. Aufgrund dieser, der Sklaverei ähnlichen, Lebensumstände wurde ein Cowboy selten älter als 21 Jahre. (Quelle: Shark) Amerikanisches Rodeo heuteDas Rodeo in seiner heutigen Form ist schlichte Tierquälerei zu Unterhaltungszwecken. Rodeo hat Volksfestcharakter. Es gilt als familienfreundliche Unterhaltung. Tatsächlich kann die ganze Familie mitmachen. Männer und Frauen können am Rodeo teilnehmen, ebenso wie Kinder jeden Alters. Kinder lernen so schon früh, dass es erlaubt ist und sogar belohnt wird, Tiere zu quälen. Die Rodeo-Industrie rekrutiert fleißig Kinder und Jugendliche. Sogenannte Benefiz-Veranstaltungen sind ein beliebtes Mittel dazu.Oft werden Freikarten verteilt. Dabei werden Kinder häufig verletzt. Zum Beispiel beim "Mutton Bustin", dem Schafreiten. Im März 2005 wurde ein Jugendlicher in Crockett (Houston) trotz Sicherheitskleidung von einem Bullen schwer verletzt. Auch im Rahmenprogramm müssen Tiere leiden. So starb im März 2005 in Austin (Texas) beim Rodeo ein Schwein, das von einer Plattform in einen Pool springen sollte. Eine überwiegend in den Südstaaten (Alabama, Arizona, Arkansas, Florida, Georgia, Louisiana, Mississippi, Oklahoma, South Carolina und Texas) durchgeführte Spielart ist das "Hog/dog Rodeo". Dabei wird ein Hund auf ein Wildschwein gehetzt und muss es "fangen". Das Schwein wird in der Regel schwer verletzt. Dabei läuft die Zeit und der schnellste Hund gewinnt. Es wird kräftig gewettet. Die Hunde selbst werden in schlimmen Verhältnissen gehalten. Möglich ist das aufgrund einer unklaren Gesetzeslage. Amerikanische Tierschützer setzen sich für eine Verbot ein. "Sportliche" Disziplinen des Rodeo
Wie überall, wenn Menschen versuchen, ihre Kräfte mit denen eines Tieres zu messen, wird auch beim Rodeo kräftig manipuliert. Zwar verbieten die Regeln der PRCA, der Professional Rodeo Cowboy Association, dem größten Rodeoverband, die schlimmsten Tierquälereien, doch kaum jemand hält sich daran.
Eine unvollständige Auflistung:
LeidenszeitDas Rodeo führt sowohl beim Menschen, als auch bei den Tieren zu schlimmen Verletzungen. Menschen haben jedoch die Möglichkeit sich zur Teilnahme am Rodeo frei zu entscheiden und das vorher bekannte Risiko einzugehen. Außerdem gibt es einen Fonds für verletzte Cowboys.
Tiere werden jedoch grundsätzlich zur Teilnahme gezwungen. Häufig tragen sie die schlimmeren Verletzungen davon, nicht selten kommt es zu Todesfällen:
Ein Tierarzt sagte der Tierschutzorganisation SHARK gegenüber aus, dass er Tiere tagelang beim Schlachthaus auf den Tod warten sah, die so verletzt waren, dass die Haut nur noch an Kopf, Nacken, Beinen und Bauch befestigt war. (Quelle: SHARK) "Aus" für den Flankengurt in Pittsburgh, USA Am 23. Juli 2002 bekräftigte der Stadtrat von Pittsburgh das Verbot des Flankengurtes (Flank Strap oder Bucking Strap), weil er den Tieren beim Rodeo Schmerzen zufügt. Damit verzichtet die Stadt auf jährliche Steuereinnahmen von ca. $ 64.000,- zugunsten der Tiere. Die bereits vorhandene Rodeo-Arena bleibt weiterhin leer. Bereits 1990 hatte die Stadt Gegenstände verboten, mit denen den Tieren beim Rodeo Schmerzen zugeführt werden, wie Elektroschocker, scharfe Sporen und den Flankengurt. Von diesem Moment an fand in der Stadt kein Rodeo mehr statt, denn ohne den Flankengurt, einem Riemen, der den Tieren den Unterleib einschnürt, funktioniert Rodeo nicht. Die Tiere beginnen zu bocken, sowie der Flankengurt beim Verlassen der Startbox festgezurrt wird. Auch wenn der Reiter bereits am Boden liegt, bocken sie solange weiter, bis ihnen der Gurt abgenommen wird. Die Abbildungen machen deutlich, wo der Gurt drückt. Würde man Hunden und Katzen einen Flankengurt anlegen, wäre das Tierquälerei. Wir fordern die für die Genehmigung von Rodeo in Deutschland Verantwortlichen auf, den Flankengurt selbst einmal auszuprobieren!
links: Geschlechtsorgane.Bulle
rechts: Geschlechtsorgane.Hengst Angesichts des Erfolgs des Films "Brokeback Mountain" hat auch die deutsche Presse entdeckt, dass es in den USA und Kanada nicht nur schwule Coyboys gibt, sondern dass diese auch an Rodeos teilnehmen. Die meisten Artikel gehen - wie üblich - sehr oberflächlich mit dem Thema um. Dabei ist Schwulen-Rodeo nicht weniger unangenehm für die Tiere, denn es werden die gleichen Disziplinen durchgeführt. Hinzu kommt noch, dass den Tieren die Würde genommen wird, wenn zum Beispiel Ziegen angekleidet werden und alle möglichen dümmlichen Spielereien an ihnen durchgeführt werden. Für uns ist es absolut unverständlich, wieso Amerikas und Kanadas Schwule, die ihrerseits von der Gesellschaft häufig schikaniert werden, selbiges mit den Tieren tun müssen. Sollte in Deutschland jemand auf die Idee kommen, diese Art Rodeos zu veranstalten, werden wir dagegen genauso vorgehen, wie gegen Rodeos allgemein.
|
©
INITIATIVE ANTI-CORRIDA
2004