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Rodeo in Deutschland
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Pressemitteilungen

 

Pressemitteilungen

Besucher finanzieren mit ihrem Eintrittsgeld Tierleid
- Rodeo in Kaunitz kritisiert -

Am 09. und 10. August 2008 sollen im Rahmen des "23. Truck-Treffs" Rodeos stattfinden. Initiative Anti-Corrida, eine Arbeitsgruppe der bayrischen Tierrechtsorganisation animal 2000 - Menschen für Tierrechte Bayern e.V., fordert die Besucher des Truck-Treffs auf, die Rodeoveranstaltung durch Fernbleiben zu boykottieren. Unterstützt wird diese Forderung vom Bund Tier- und Naturschutz Ostwestfalen in Paderborn.

Zwar darf es aufgrund behördlicher Anordnungen in Kaunitz keine Sporen und keinen Flankengurt geben, doch unproblematisch sind die Veranstaltungen immer noch nicht, meinen die Tierrechtler. Wiederholt mussten sie in der Vergangenheit beobachten, wie der hintere Sattelgurt beim Saddle Bronc Riding die Funktion des untersagten Flankengurtes übernahm und die Pferde zum Buckeln veranlasste.

Seit Juni 2006 besteht in Nordrhein-Westfalen ein Erlass zu Rodeo, der außerdem Wild Horse Race und Bullenreiten verbietet. Leider wird dieser Erlass nicht konsequent umgesetzt, dass diese umstrittenen Disziplinen auch in Kaunitz durchgeführt werden. Gerade beim Bullenreiten war in dieser Saisaon beobachten, dass die Tiere mit Angst und Stress reagieren. So wollte einer der Bullen aus der engen Startbox aussteigen und ein weiteres Tier reagierte wiederholt mit Durchfall aus Angst. Aufgrund der starken Reaktionen der Tiere kann es zu Stürzen oder zu Beinverletzungen kommen, wenn die Tiere sich mit einem Bein in der Absperrung der Arena verfangen.

Mechthild Mench, Pressesprecherin von Initiative Anti-Corrida: "Die Cowboys möchten dem Publikum zwar vorgaukeln, dass sie von sich aus auf die Sporen und den Flankengurt verzichten, doch in Wirklichkeit tun sie das nur, weil es seitens der Behörden verboten ist. Der Schutz der Tiere steht nicht dahinter. Man muss wissen, dass sie das Verbot weiterhin anfechten. Jeder Besucher sollte sich klarmachen, dass er mit seinem Eintrittsgeld Tierleid finanziert."

(Pressemitteilung vom 04.08.08)


Pressemitteilung der Tierrechtsinitiative Rhein-Main zum Protest gegen Rodeo in Hanau im Juli 2008


Blauzungenkrankheit - Tierschützer fordern zum Verzicht auf Rodeoveranstaltungen auf

Unterhaltungsveranstaltungen mit Rindern sind angesichts der Ausbreitung der Blauzungenkrankheit nicht zu rechtfertigen. Trotz strengster Desinfektions- und sonstiger Schutzmaßnahmen gelingt es dem Erreger der gefährlichen Krankheit immer wieder, sich zu verbreiten. Wenn Rinder von einer befallenen Region in eine bisher nicht befallene Region transportiert werden, stellt dies ein enormes Risiko dar. Bei Rodeo werden Bullen und Rinder enormen Stress ausgesetzt, was ihre Abwehrkräfte schwächt.

Aus diesen Gründen hat sich Initiative Anti-Corrida an das Bayerische Umweltministerium, den Bayerischen Bauernverband und den Landrat des Landkreises Passau gewandt, damit die für Mitte Oktober im Landkreis Passau geplanten Rodeoveranstaltungen abgesagt werden. Das Management der Westernstadt Pullman City, wurde aufgefordert, Verantwortungsbewusstsein zu zeigen und auf die Veranstaltung zu verzichten.

Offener Brief vom 27.09.07

Pullman City Betreiber GmbH
z. Hd. Geschäftsführung
Ruberting 30
D-94535 Eging am See

Rodeo im Pullman City in Anbetracht der Blauzungenkrankheit

Sehr geehrte Damen und Herren der Geschäftsführung,

wie aus Ihrer Webseite hervorgeht, planen Sie für den 13./14. Oktober 2007 mehrere Rodeoveranstaltungen. Die dabei eingesetzten Rinder und Pferde werden sehr wahrscheinlich nicht aus Ihrem eigenen Bestand kommen, sondern von einem Rodeounternehmen zur Verfügung gestellt.

Dieses Unternehmen hält sich derzeit im Enzkreis auf, wo nachweislich die Blauzungenkrankeit besteht, welche für Rinder und Schafe sehr gefährlich ist.

Wäre es möglich, dass Sie aus Gründen der Fairness in diesem Jahr auf die Rodeoveranstaltungen verzichten? Die Landwirte der Region hätten bestimmt kein Verständnis dafür, wenn von außen Erreger eingeschleppt würden, die ihre Tiere krankmachen, eine aufwendige Behandlung erforderlich machen oder sogar zu deren Tod führen könnten.

Sie selbst halten doch auch Rinder auf Ihrem Gelände. Bestimmt möchten Sie diese auch vor der Blauzungenkrankheit schützen.

Erfahrungsgemäß gelingt es den Erregern trotz gründlicher Desinfektion der Transportfahrzeuge und entsprechender Behandlung der Tiere immer wieder, sich auszubreiten. Wenn Sie Schaden für die Region abwenden wollen, sagen Sie die Rodeoveranstaltung ab. Zeigen Sie Verantwortungsbewusstsein!

Mit freundlichen Grüßen
INITIATIVE ANTI-CORRIDA / animal 2ooo - Menschen für Tierrechte Bayern e.V.
Mechthild Mench, stellv. Vors. animal 2ooo

Mechthild Mench, Pressesprecherin von Initiative Anti-Corrida und stellv. Vorsitzende von animal 2ooo - Menschen für Tierrechte Bayern e.V.: "Das Risiko der weiteren Ausbreitung der Blauzungenkrankheit lässt sich nicht leugnen. Selbst wenn alles Menschenmögliche getan wird, um den Erreger in den Griff zu kriegen, besteht ein erhebliches Restrisiko. Die Blauzungenkrankheit darf nicht unterschätzt werden, denn viele der erkrankten Tiere müssen getötet werden, um den Tieren Leiden zu ersparen. Wer angesichts der aktuellen Lage Unterhaltungsveranstaltungen mit Rindern bucht, handelt absolut unverantwortlich und unsolidarisch."
(Pressemitteilung vom 29.09.07)


Tierschützer satteln auf
Protestveranstaltung gegen Rodeoshow in Köln

Am 28. und 29. Juli 2007 sollen auf der Galopprennbahn Köln-Weidenpesch Rodeos stattfinden. Mitglieder verschiedener
Tierrechtsorganisationen werden an beiden Tagen jeweils von 13 - 19 Uhr die Besucher der Veranstaltung mithilfe von Flugblättern und Gesprächen über die Realität von Rodeo informieren. Voraussichtlich wird auch "Miss-Anti-Rodeo" vor Ort sein.

Wie funktioniert Rodeo?
Rodeo funktioniert nur mit Gewaltanwendung. Es kann aufgrund seiner Wesensart nicht tierschutzgerecht durchgeführt werden. Meist genutztes Zwangsmittel ist der Flankengurt, der die Pferde und Rinder über ihre Fähigkeiten hinaus zum Bocken bringt, was die Verletzungsgefahr erhöht. Auch die Sporen, die den Pferden regelbedingt von den Cowboys in den Schulter- und Nackenbereich getreten werden, verletzen die Tiere. Deshalb hat der Verwaltungsgerichtshof Baden Württemberg am 12.06.07 den Einsatz dieser Zwangsmittel untersagt. Das unanfechtbare Urteil bestätigte ein Urteil des Verwaltungsgerichts Freiburg vom 25.05.07, welches auch lang herabhängende Leinen beim Wild Horse Race verbietet.

Pikante Rechtslage
Eigentlich müsste das Veterinäramt Köln das Wild Horse Race sowie das Bullenreiten komplett untersagen, denn aufgrund eines Langzeit-Gutachtens der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz e.V. (TVT) hat Nordrhein-Westfallen per Erlass diese Disziplinen ebenso wie die Sporen und den Flankengurt verboten. Die meisten Bundesländer haben ähnliche rechtliche Vorkehrungen getroffen.

Wieso sind Tierschützer jetzt immer noch nicht zufrieden?

In Köln dürfen Bullenreiten und Wild Horse Race trotz des Erlasses stattfinden. Besonders in der Kritik steht das Wild Horse Race, bei dem drei bis vier Pferde gleichzeitig von drei Männern in der Arena herumgescheucht werden. Häufig stoßen die Pferde zusammen und stürzen. Ethologen bestätigen die Panik-Mimik der Tiere. Auch beim Bullenreiten zeigen die Tiere sichtbareZeichen der Überforderung, die sich u.a. in Zittern und Durchfall äußern können. Stürze können auch beim Bullenreiten passieren (s. a. Videos).

Ebenso zu kritisieren sind die Haltungsbedingungen der Tiere (mehr dazu im Bericht über die Absage des Kopenhagener Rodeos).

Abgesehen davon bedeuten auch das häufige Verladen, die vielen Transporte, die unbekannte und äußerst laute Umgebung sowie das Einsperren in die engen Startboxen Stress und Schmerzen und somit Leiden für die Tiere.

Die schwachen Argumente der Möchtegern-Cowboys
Sie rechtfertigen Rodeo damit, dass es auch bei anderen Reitsportarten Missstände gibt. Das stimmt zwar, sagen die Tierrechtler, aber das macht Rodeo nicht automatisch besser und rechtfertigt seine Existenz keinesfalls. Für die Tierrechtler ist Rodeo kein Sport. Auch der VGH Baden-Württemberg kam bzgl. Wildpferd- und Bullenreiten zu der Bewertung: "Von üblichen Sportveranstaltungen mit Tieren und insbesondere üblichen Reitsport-veranstaltungen unterscheiden sie sich aber insoweit, als hier "Ross und Reiter" nicht ein gemeinsames Ziel - etwa einen Hindernisparcours möglichst fehlerfrei und schnell zu bewältigen - verfolgen, sondern das Tier Instrument einer Vorführung mit zirkusähnlichem Charakter wird. Insoweit wird das Tier hier in seinen Feindvermeidungs- und Abwehrreaktionen zur Schau gestellt, während eine sportliche Leistung lediglich vom Reiter gezeigt wird."

Betrug am Zuschauer
Rodeo ist Betrug am Zuschauer, denn es handelt sich keineswegs um wilde Tiere, sondern um Tiere, die schon viele Jahre mit dem Rodeo-Unternehmen umherreisen. Gerade Kindern gibt Rodeo ein ganz schlechtes Beispiel für den Umgang mit Tieren, denn derjenige, der brutal mit Tieren umgeht, wird durch Punkte oder Preisgeld belohnt.

Die Rolle der Medien
Leider sehen die Medien im Rodeo lediglich den Spaß-Faktor und promoten das brutale Spektakel unhinterfragt, wo doch eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema erforderlich wäre.

Mechthild Mench, stellv. Vorsitzende animal 2ooo - Menschen für Tierrechte Bayern e.V. und verantwortlich für den Inhalt der Pressemitteilung: "Wieso ignoriert das Kölner Veterinäramt den Erlass und erlaubt Wild Horse Race und Bullenreiten? Wir fordern,
dass der Erlass von Nordrhein-Westfalen konsequent angewendet wird. Ebenso sollten Tiere, deren Zustand nicht einwandfrei ist, nicht eingesetzt werden dürfen.

(Pressemitteilung vom 23.07.2007)


Bon Jovi und Def Leppard wegen Auftritts bei tierquälerischem Rodeo kritisiert
- Aufruf zum Boykott der Rockbands -

Im Juli 2007 wird in den USA wieder das mehrtägige Cheyenne Frontier Days Rodeo stattfinden. Dieses Jahr haben die Veranstalter die Rockbands Def Leppard und Bon Jovi als Besucher-magneten angeheuert.

Tierschützer kritisieren die Teilnahme der Bands an dem Event, die als eine der brutalsten Rodeoveranstaltungen in den USA gilt, bei der regelmäßig Pferde, Kälber und Bullen verletzt werden oder sogar umkommen.

Absolut unverständlich ist es, dass Mitglieder von Def Leppard Vegetarier sind und trotzdem in ihrem Auftritt bei einer tierquälerischen Veranstaltung anscheinend keinen Widerspruch sehen. Geld scheint den Hardrockern über die Tierliebe zu gehen, vermuten die Tierschützer und rufen zu einem europaweiten Boykott der CDs und der Konzerte auf. Sie haben dies dem Management der Bands mitgeteilt und die Verantwortlichen aufgefordert, den Auftritt abzusagen.

SHARK, die amerikanische Partnerorganisation der European Anti-Rodeo Coalition hat auf ShameOnCheyenne.com dokumentiert, wie brutal es beim Cheyenne Frontier Days Rodeo zugeht und dass reichlich Blut fließt.

Rodeo steht weltweit in der Kritik. In Europa sieht es schlecht für Rodeo aus. Kürzlich musste ein Rodeo in Kopenhagen aufgrund von Protesten abgesagt werden. Ungarn verbot im Mai ein Rodeo in Budapest. Belgien verbot kürzlich den Flankengurt und die Sporen beim Wildpferdreiten und in Deutschland ist in den meisten Bundesländern Rodeo im herkömmlichen Stil aufgrund eines tierärztlichen Langzeitgutachtens nicht mehr möglich.

Mechthild Mench, Sprecherin der European Anti-Rodeo Coalition und stellv. Vorsitzende von animal 2ooo - Menschen für Tierrechte Bayern e.V.: "Durch ihre Teilnahme am Cheyenne Frontier Days Rodeo promoten Bon Jovi und Def Leppard Rodeo. Hardrock-Fans, die sonst nicht zum Rodeo gehen würden, bringen zusätzlich Geld in die Veranstaltung. Wir fordern Tierliebhaber in Europa auf, keine CDs der Bands zu kaufen und auch keine Konzerte zu besuchen, sollten die Bands ihren Auftritt beim Rodeo nicht absagen."

(Pressemitteilung vom 31.05.07)


Wildpferdefang in Dülmen (Meerfelder Bruch)
gemeinsame Pressemitteilung mehrerer Vereine vom 21.05.07

 

Informationen zum Ablauf


Es klebt (S)Tierblut am Spritfresser
DaimlerChrysler sponsert blutige Stierkämpfe und brutale Rodeos

Anlässlich der diesjährigen Aktionärsversammlung der DaimlerChrysler AG am 04.04.07 in Berlin werden Mitglieder der Tierversuchsgegner Berlin-Brandenburg, Initiative Anti-Corrida und Fight Against Animal Cruelty in Europe die Aktionäre über das Sponsoring von tierquälerischen Aktivitäten aufklären. Unterstützt werden Sie davon von Miss Anti-Rodeo, die morgens vor dem ICC von 8 - 10 Uhr gerne die Fragen der Medienvertreter beantworten wird.

Rodeo
Die Chrysler-Tochter DODGE soll seit den 80er Jahren jährlich mindestens 6,6 Mio US$ für Rodeos in den USA und Kanada ausgeben, um ihre veralteten Spritfresser an den Mann zu bringen.

Der Konzern redet sich damit heraus, dass man nur die größte Rodeo-Organisation, die Professional Rodeo Cowboy Association (PRCA), sponsere. Diese habe aureichende Tierschutzrechtlinien. Wie jedoch die amerikanische Tierschutzorganisation SHARK aufdecken konnte, hält die PRCA die eigenen Richtlinien nicht ein. Außerdem werden weitere Rodeos anderer Cowboy-Vereinigungen gesponsert. Umfangreiches Videomaterial zeigt im Hintergrund deutlich das Firmenlogo von DODGE, während vorne Kälbchen brutal getreten und verschnürt werden und junge Rinder schwer verletzt und halbtot durch den Sand gezerrt werden. Es ist offensichtlich, dass Rodeo nur mit Gewaltanwendung funktioniert. Allerdings bedeutet es nicht nur für die Tiere Verletzungen und Tod, sondern auch kleine Kinder zählen zu den Verletzten bei dem vom Konzern mitfinanzierten Mutton Bustin, dem Schafreiten.

Wie kürzlich bekannt wurde, bezuschusst DODGE auch Rodeos in Chile, die ohne die Sponsorengelder längst nicht mehr möglich wären.

Auch in Köln nutzt ein Vertragshändler von DaimlerChrysler das diesjährige Rodeo, um seine Fahrzeuge auszustellen. Wir meinen, dass sich Unternehmen angesichts der eindeutigen Rechtslage per Erlass des Umweltministeriums von NRW lieber nicht mit derartigen Veranstaltungen in Verbindung bringen lassen sollten. Darauf aufmerksam gemacht, reagierte das Autohaus prompt mit Androhung von rechtlichen Schritten.

Unternehmenschef Dr. Dieter Zetsche und Chrysler-Chef Tom LaSorda wurde bereits Anfang des Jahres ein Langzeit-Gutachten über Rodeo vorgelegt, erstellt von führenden deutschen Pferdeexperten und Ethologen. Aufgrund dieses Gutachtens wurden in Deutschland die Zwangsmittel Flankengurt und Sporen, das grausame Wild Horse Race und das Bullenreiten in den meisten Bundesländern verboten. Auch in Baden-Württemberg, wo der Konzern seine Zentrale hat. Ein Schreiben der EU-Kommission, in dem Rodeo als "abstoßend" bezeichnet wird und als dem Wohlbefinden von Tieren ernstlich schadend, wurde den Konzernchefs ebenfalls zur Verfügung gestellt.

Stierkampf
Nachdem Mercedes-Benz bereits in 2001 durch Sponsoring von Stierkämpfen in Südfrankreich aufgefallen war, tauchte der Name des Konzerns im Sommer 2006 erneut im Programm der mehrtätigen Fiesta im spanischen Alicante auf. Dort wurden "Becerradas" angepriesen. Das sind Stierkämpfe mit jungen Rindern, ausgeführt von Nachwuchstoreros, die vor den Augen der Öffentlichkeit an jungen Stieren bzw. Kälbern trainieren. In der Regel wird nicht sehr treffsicher mit dem Degen zugestochen. Es bedarf zigfacher Wiederholungen, bis der Rücken und die Seiten des Tieres voller tiefer Löcher sind, aus denen Blut quillt, ehe das Tier zusammenbricht. Laut aktuellen Umfragen interessiert sich die Mehrheit der Spanier nicht mehr für Stierkampf. Das Sponsoring verfehlt also die Zielgruppe.

Schlittenhunderennen
Chrysler sponsert auch das berüchtigte Iditarod Schlittenhunderennen, bei dem bis heute mindestens 130 Huskys beim Rennen selbst oder durch die schlechten Haltungsbedingungen umkamen.

Die Reaktion des Konzerns
DaimlerChrysler meint, sich elegant herausreden zu können. In einem arroganten Schreiben vom 05.02.07 heißt es: "Wir haben Ihnen bereits 2001 mitgeteilt, dass DaimlerChrysler AG Kernsportarten wie Tennis oder Fußball fördert, aber keine solchen "Spezialitäten" wie Rodeo oder Schlittenhunderennen. Gleichwohl erfreuen sich solche Events oftmals großer Beliebtheit. Deshalb kann es immer sein, dass Händler, die die Marken des Unternehmens vertreten, sich hier engagieren. Dies ist ihnen unbenommen. DaimlerChrysler kann ihnen in dieser Hinsicht keine Vorschriften machen." Auf die Ankündigung der Tierrechtler, in Berlin an die Aktionäre herantreten zu wollen, schreibt man abwimmelnd: "Deshalb hat auch das von Ihnen mit großem Engagement betriebene Thema auf einer Hauptversammlung von DaimlerChrysler keinerlei Relevanz."* Einige Aktionnäre sind jedoch mit dem Sponsoring unzufrieden und drückten dies bereits mit einem Gegenantrag aus.

Mechthild Mench, Pressesprecherin von INITIATIVE ANTI-CORRIDA und stellv. Vorsitzende von animal 2ooo - Menschen für Tierrechte Bayern e.V.: "Statt mit der selbst auferlegten gesellschaftlichen Verantwortung die Welt zu verbessern, appelliert der Konzern an die niedrigsten Instinkte um seine Spritfresser zu verkaufen. Stierkampf, Rodeo, Husky-Rennen, was ist eigentlich noch alles erlaubt? Sind die Fahrzeuge von DaimlerChrysler so schlecht, dass jedes Mittel recht ist, um Kunden zu werben? Potentielle Autokäufer sollten bedenken, dass Tierblut an den Fahrzeugen klebt. Aktionäre sollten ihren Einfluss gelten machen, damit dieses ethisch und moralisch verkommene Sponsoring endlich unterbleibt. Sollte Chrysler verkauft werden, werden auch die Tierschützer mit übernommen."

*Das komplette Antwortschreiben (Seite 1 , Seite 2 )

Mehr Infos und Fotos zum Thema DaimlerChrysler und der (S)tierschutz

(Pressemitteilung vom 31.03.2007)


Protest gegen Rodeo in Köln-Weidenpesch

hier geht es zur Pressemitteilung von Bärbel Höhn , MdB

Am 29.07 06 und 30.07.06 sollen auf der Galopprennbahn in Köln Weidenpesch an beiden Tagen Rodeoveranstaltungen durchgeführt werden. Nach Angaben des Veranstalters (www.koeln-rodeo.de) sind bei diesen Rodeos u.a. folgende Disziplinen geplant: Ironbull-Wettbewerb (Bullenreiten), Wild Horse Racing (Wildpferde einfangen) und Calf Roping (Baby-Kälber werden mit dem Lasso zu Fall gebracht und an drei Beinen gefesselt).

Sowohl das Bullenreiten, wie das Wild Horse Race und die Verwendung von Sporen und Flankengurten werden von der Stadt Köln und dem Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz als tierschutzwidrig eingestuft und dem Veranstalter sollen entsprechende Auflagen gemacht werden. Auch in anderen Bundesländern wurde per Gerichtsbeschluss bereits mehrfach der Einsatz der Sporen, die den Pferden in den Schulter- und Nackenbereich getreten werden, untersagt (das nennt man im Cowboy-Jargon "marks"). Sollte das Calf Roping statt finden, hat der Rodeoveranstalter mit einer Strafanzeige zu rechnen.

In der Vergangenheit zog das Rodeounternehmen bereits mehrfach wegen der Auflagen der Veterinärämter vor Gericht. Das Verwaltungsgericht Regensburg kam im September 2005 zu dem Ergebnis, dass der Einsatz der Sporen bei Rodeoveranstaltungen mit dem Tierschutzgesetz nicht vereinbar ist, da den Tieren durch den Einsatz von Sporen bei den Rodeo-Disziplinen ohne einen vernünftigen Grund Schmerzen zugefügt werden, was gegen § 1 Satz 2 TierSchG verstößt. (Az. RN 11 S 05.1317 vom 22.09.05). Auch im Mai 2006 wurde das Verbot der Sporen bei den Pferden vom Verwaltungsgericht Dresden bestätigt

Auch aus der Pressemitteilung des saarländischen Umweltministeriums vom 16.06.05 ist zu entnehmen: "Zur Belustigung der Zuschauer und Teilnehmer werden die Tiere durch Gewaltanwendung und körperlichen Zwang nicht nur zu gewissen Verhaltensreaktionen gedrängt, sondern auch regelrecht körperlich gequält."

Trotzdem versucht der Veranstalter die Öffentlichkeit davon zu überzeugen, dass seine Rodeoveranstaltungen nicht gegen das Tierschutzgesetz verstoßen. Als "Beweis" für seine tierfreundliche Einstellung führt er an, dass der Erlös aus der Tombola dem Kölner Pferdeschutzhof zugute kommen soll. Durch das Mäntelchen der Mildtätigkeit wird aber die Tierquälerei keineswegs legitimiert.

Ein weiteres Indiz dafür, dass der Rodeoveranstalter nicht gar so tierfreundlich eingestellt sein kann, ist die Tatsache, dass das Veterinäramt in Meißen ihm die Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz entzogen hat. Gegen die Entziehung hat der Veranstalter zwar Widerspruch eingelegt, so dass die Entziehung noch nicht rechtskräftig ist, doch läßt dies den Schluß zu, dass es mit dem behaupteten tierfreundlichen Umgang nicht sehr weit her sein kann.

Mechthild Mench, Pressesprecherin von INITIATIVE ANTI-CORRIDA und stellv. Vorsitzende von animal 2ooo - Menschen für Tierrechte Bayern e.V.: "Wir wollen kein "sanfteres" Rodeo, sondern überhaupt kein Rodeo. Rodeo ist weder offiziell anerkannter Sport, noch hat es Tradition in Europa. Zuschauer sollten solche Veranstaltungen unbedingt durch Fernbleiben boykottieren."

Dem Protest schließen sich folgende Tierschutz- und -rechtsvereine und Privatpersonen an (in alphabetischer Reihenfolge):

* Anika Auweiler, Musikerin;
* Animal 2000 - Menschen für Tierrechte Bayern eV;
* AnimalProtectionGroup Arbeitsgruppe für Tierrechte e.V.;
* Bodenstein, Monika ,Journalistin; IFT- Internetzwerk für Tiere;
* Prof.Dr.Uwe A.O.Heinlein, Biologe und Schriftsteller
* INITIATIVE ANTI-CORRIDA;
* Kaesmacher, Viola, www.antistierkampf.de;
* Kleb, Henning, Animals Angels e.V.,
* Kleb, Rita, Vier Pfoten e.V;
* Kowalzick, Regina, Schüler für Tiere e.V.;
* Mathar, Mirjam, Künstlerin;
* Millhome, Tommy, Journalist; PAKT e.V.;
* Ost, Dagmar, Menschen für Tierrechte Stuttgart e.V.;
* Peter, Günther, Träger des Bundesverdienstkreuzes;
* Piepenbring, Sabine, Diplom-Sozialarbeiterin;
* Retterbush, Stefanie, literarische Übersetzungen;
* Röder, Bettina, TARN - Tierrechtsaktion Rhein-Neckar;
* Stitz, Ilka, Autorin; Theresa Krause, Künstlerin;
* Suchanek, Astrid, Tierschutzpartei;
* Tierrechtsinitiative Köln , www.ti-koeln.de
* TierrechtsInitiative Rhein-Main e.V.;
* TVG Pulheim Menschen für Tierrechte e.V;
* TVG Saar Menschen für Tierrechte e.V;
* Walter, Ralf, Journalist;
* Zähringer, Rosemarie, Tif - Tierrechtsinitiative Freiburg e.V.

(Pressemitteilung vom 12.07.2006.Verantwortlich für die Pressemitteilung: Christina Kremer, www.fueralletiere.de )


Haltung des ZDF zu Rodeo ausdrücklich begrüßt

Das für den ZDF-Fernsehgarten am 16.07.06 geplante Rodeo wurde vom Sender kurzfristig abgesetzt. Rodeo sei rechtlich und ethisch umstritten, hieß es seitens des ZDF. Allerdings war die rechtliche Lage durchaus eindeutig, denn bereits seit dem 06.05.2005 sind der Flankengurt, die Sporen, Wild Horse Race und Bullenreiten in Rheinland-Pfalz verboten.

Mechthild Mench, Pressesprecherin der European Anti-Rodeo Coalition (EARC): "Wir begrüßen diese Entscheidung ausdrücklich. Es wäre fatal gewesen, wenn in einem familienorientierten Programm wie dem "Fernsehgarten" tierschutzwidrige Handlungen vorgeführt worden wären. Gerade Kindern gibt Rodeo ein ganz schlechtes Beispiel für den Umgang mit Tieren, denn derjenige, der brutal mit Tieren umgeht, wird durch Punkte oder Preisgeld belohnt."

(Pressemitteilung vom 17.07.06)


Protestaktion gegen Rodeo in Riesa am 06.05.06 vor der Erdgasarena
Blut, Sand und Cowboyschweiß
Internationale Protestaktion gegen Rodeo in Palma de Mallorcas Stierkampfarena

Vom 22. bis 24. September 2006 soll in der Stierkampfarena von Palma de Mallorca eine Westernreitveranstaltung stattfinden. Die "1. Mallorca Trophy" wird auch Rodeos, wie sie in Deutschland durchgeführt werden, beinhalten. Bisher legte die Rodeo-Szene immer Wert darauf, dass Rodeo nicht als "Amerikas Antwort auf Stierkampf " bezeichnet wird. Jetzt hat man jedoch keinerlei Bedenken, in einer Stierkampfarena, in der alljährlich während des Sommers Stiere zu Tode gequält werden, Rodeos zu veranstalten. Natürlich dürften die Blutspuren im Sand für das Rodeo abgedeckt werden, doch die Umgebung wird Zuschauern und Teilnehmern eindeutig zeigen, wo man sich befindet.

Bereits im Vorfeld haben
- animal 2ooo - Menschen für Tierrechte Bayern e.V. und INITIATIVE ANTI-CORRIDA
- Asociación Nacional para la Protección y el Bienestar de los Animales (ANPBA), Spanien
- Fight Against Animal Cruelty in Europa (FAACE), Großbritannien
- sowie zahlreiche Einzelpersonen

bei Mallorcas Behörden gegen die tierquälerische Veranstaltung protestiert. Der Veranstalter wurde aufgefordert, Rodeo aus dem Programm zu streichen. Da es sich bei den Teilnehmern auch um amerikanische Staatsbürger bzw. Bedienstete der US-Army handelt, wurden die Behörden auch auf den Sicherheitsaspekt hingewiesen. Reiseveranstalter und Hotels wurden aufgefordert, den Event nicht zu promoten.

Gutachten
Die Möchtegern-Cowboys sind dieselben Amerikaner und Deutsche, die während der Saison durch Deutschland ziehen und über deren Rodeos die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz ein Langzeitgutachten e.V. erstellt hat, das Rodeo kritisch betrachtet. Es hat dazu geführt, dass in mehreren Bundesländern bereits der Flankengurt, die Sporen, Wild Horse Race und Bullenreiten verboten wurden. Das Gutachten, sowie Begleitdokumente, wurden den Behörden auf Mallorca zugeschickt.

Gewaltanwendung
Rodeo funktioniert nur mit Gewaltanwendung. Es kann aufgrund seiner Wesensart nicht tierschutzgerecht durchgeführt werden. Meist genutztes Zwangsmittel ist der Flankengurt. Von den Möchtegern-Cowboys wird immer behauptet, er liege locker um den Körper des Tieres. Videoaufnahmen der Tierrechtler zeigen allerdings, dass der Gurt bis kurz vor dem Start locker anliegt, dass jedoch eine Person mit Schutzhandschuhen, die in Höhe des Hinterteils des Pferdes steht, das Ende vom Flankengurt festhält. Das Tier zieht den Gurt beim Verlassen der Startbox praktisch selbst automatisch an (manchmal wird bereits vorher fest angezogen, weshalb die Tiere dann innerhalb der Box bocken, das Gleichgewicht verlieren, hart auf die Metallwand aufprallen und stürzen).

Auch das häufige Verladen, die vielen Transporte, die unbekannte und äußerst laute Umgebung, das Einsperren in die engen Startboxen, das wiederholte Einhacken mit Sporen auf den Nackenbereich sowie die häufigen Stürze verursachen den Tieren, kastriert oder nicht, Stress und Schmerzen und somit Leiden. Rinder eignen sich bekanntlich überhaupt nicht zum Reiten.

Gesetzeslage auf Mallorca
Das Tierschutzgesetz der Balearen Nr. 1/1992 legt in seinem Artikel 4 fest :
"Es ist strikt verboten, Tiere bei Fiestas oder Events einzusetzen, bei den sie zu Tode kommen, Folter, Misshandlungen, Verletzungen, Leiden, widernatürlicher Behandlung ausgesetzt werden könnten oder die das Empfinden des Zuschauers verletzen könnten."

Außerdem besagt Artikel 4.2c): "Ausdrücklich ausgenommen von diesem Verbot sind Fiestas, die über 100 Jahre ohne Unterbrechung stattgefunden haben, vorausgesetzt, dass sie keine Folter, Verletzungen oder den Tod des Tieres mit sich bringen."

Betrug am Zuschauer
Rodeo ist Betrug am Zuschauer, denn es handelt sich keineswegs um wilde Tiere, sondern um Tiere, die schon viele Jahre mit dem Rodeo-Unternehmen umherreisen. Gerade Kindern gibt Rodeo ein ganz schlechtes Beispiel für den Umgang mit Tieren, denn derjenige, der brutal mit Tieren umgeht, wird durch Punkte oder Preisgeld belohnt.

Die Rolle der Medien
Leider sehen die Medien im Rodeo lediglich den Spaß-Faktor und promoten das brutale Spektakel unhinterfragt, wo doch eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema erforderlich wäre.

Mechthild Mench, stellv. Vorsitzende von animal 2ooo - Menschen für Tierrechte Bayern e.V. und Pressesprecherin von INITIATIVE ANTI-CORRIDA:

"Es ist offensichtlich, dass Rodeo keine Tradition auf Mallorca hat. Wir sind der Meinung, dass es auf den Balearen bereits genügend Probleme im Umgang mit Tieren gibt und man mit Rodeo nicht noch ein weiteres Problem hinzufügen muss. Zuschauer sollten solche Veranstaltungen unbedingt durch Fernbleiben boykottieren. Sie finanzieren mit ihrer Eintrittskarte nicht nur Rodeo, sondern auch den Erhalt der Stierkampfarena.Sollte die Veranstaltung genehmigt werden, wird es eine große Demonstration internationaler Tierrechtsorganisationen vor der Arena geben."

* der Link zum Gutachten der TVT
* der Link zur Kampagne

(Pressemitteilung vom 01.04.06)


Europäische Anti-Rodeo-Organisation gegründet

Die European Anti-Rodeo-Coalition (EARC) wurde als permanentes Standbein gegen Rodeo ins Leben gerufen. Unter dem Motto "Europa - rodeofreie Zone" wollen die Gründungsmitglieder aus drei europäischen Ländern über Rodeo aufklären. Sie sehen Rodeo als Tierquälerei zu Unterhaltungszwecken an. Mithilfe von Informationen wollen sie die europäische Bevölkerung, Sponsoren von Rodeo, die Presse, sowie Entscheidungsträger über Tierleid beim Rodeo informieren. Die Webseite www.anti-rodeo.org wurde deshalb in sieben Sprachen konzipiert. Da Deutschland das Zentrum der europäischen Rodeo-Szene ist, ist der deutschsprachige Teil umfangreicher und wird aufgrund neuer Entwicklungen ständig aktualisiert.

Die Gründungsmitglieder sind:

  • animal 2ooo - Menschen für Tierrechte Bayern e.V., Deutschland
  • Asociación Nacional para el Bienestar y la Protección de los Animales (ANPBA), Spanien
  • Fight Against Animal Cruelty in Europe (FAACE), Großbritannien
  • Initiative Anti-Corrida (IAC), Deutschland

Andere Tierrechtsvereine sollen im Laufe der Zeit zwecks Gründung einer Europäischen Plattform gegen Rodeo angesprochen werden.

Pressesprecherin Mechthild Mench: "Es ist an der Zeit, dass den Möchtegern-Cowboys organisiert Paroli geboten wird. Die Behörden haben ihre Augen vor dem, was beim Rodeo wirklich mit den Tieren veranstaltet wird, viel zu lange verschlossen."

(Pressemitteilung vom 18. Juni 2004)

 

 

 

 

 

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