Die DaimlerChrysler AG und das Iditarod Hundeschlittenrennen

Im Jahre 1925 wurde ein dringend benötigtes Diphtherie-Serum per Hundeschlitten von Anchorage in das ungefähr 1.100 Meilen entfernte Nome gebracht. Zur Erinnerung daran findet seit 1973 das Iditarod-Hundeschlitten-Rennen statt. Bis heute starben mindestens 130 Tiere bei dem Rennen, wobei die ersten Jahre, für die es keine Statistik gibt, nicht einmal mitgezählt sind. Die Zahl beinhaltet auch nicht die an den Folgen des Rennes in den Wochen danach verstorbenen Tiere. Ebenso wenig die Hunde, die während des harten Trainings versterben. Nach Angaben von Dr. Paula Kislak, der Vorsitzenden der amerikanischen Tierärztlichen Vereinigung für Tierrechte, liegt die wirkliche Zahl in den Tausenden. Eine im Jahre 2002 im "American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine" veröffentliche Studie von 59 nach dem Rennen untersuchten Hunden berichtet davon, dass bei 81 % der Tiere Muskel-, Sehnen- und Knochenverletzungen, abnormale Ansammlungen von Schleim und Zellresten in den unteren Atemwegen, sowie Flüssigkeit in der Lunge gefunden wurde. Sie litten auch an blutenden Magengeschwüren, Dehydrierung, Unterkühlung, Peniserfrierungen, aufgescheuerten Pfoten und Viren. Todeskandidaten

Die Zucht findet in großen Betrieben statt. Nach Angaben der Sled Dog Action Coalition, die die Brutalität des Rennens beharrlich dokumentiert, werden von ca. 300 Hunden in einem Betrieb etwa fünf ausgewählt. Der Rest wird getötet. Viele liegen an der Kette, wenn sie nicht gerade rau trainiert werden. Manche Hunde werden in einer Art großer Hamsterräder trainiert.

Während des Rennens werden die acht Tiere brutal mit der Peitsche bearbeitet. Die lange Rennstrecke, die unter extremen klimatischen Bedingungen zurückgelegt werden muss, fordert die Huskies bis zum Äußersten. Wenn die Strecke früher in mehr als 20 Tagen zurückgelegt wurde, liegt die Zeit jetzt bei 9 Tagen und ein paar Stunden.

Jedes Tierleid, das DaimlerChrysler sponsert, wird entweder als Sport oder Tradition deklariert. Immer mehr amerikanische Journalisten decken dabei auf, um was es sich wirklich handelt. "USA Today"-Kolumnist Jon Saraceno bezeichnete das Rennen einst als "Ihurtadog Race" ("Ich verletzte einen Hund-Rennen"). Sportreporter Jim Rome nannte es "I-killed-a-dog sled race" ("Ich tötete einen Hund Schlittenrennen"). Dem Sieger winkt ein Preisgeld von $ 69.000,- und ein Dodge Pickup.

Oder wie der Journalist Jeff Jacobs im "Hartford Courant" es am 18.März 2004 formulierte: "Am frühen Mittwoch morgen gewann Mitch Seavey 44, den ersten Preis von $ 69.000,- und einen neuen Dodge Pickup - ein Mann braucht schließlich Platz um seine Kadaver abzutransportieren…"

Im März 2004 verstarben mindestens 2 Hunde direkt beim Rennen. Der Hund eines norwegischen Teilnehmers, sowie ein 5 Jahre alter Husky mit dem Namen "Wolf".

Im Jahr 2006 übergab Chrylser Anchorage einen Dodge Calibre an den Gewinner des Rennens (s. Pressemitteilung von Chrysler Anchorage )

Das Logo der Produkte von DaimlerChrysler ist gleich mehrfach auf der offiziellen Webseite des Rennens vertreten. Ohne Sponsorengelder könnte das Schlittenhunderennen nicht stattfinden. Sponsoren wie Pizza Hut, Pfizer und Costco stiegen bereits aus. Wann distanziert sich die DaimlerChrysler AG vom Hundemord?

Nähere Infos über das Schicksal der Hunde auf der Webseite der

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