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Ludwigshafen verweigert die Genehmigung für Rodeo!!!

Rheinpfalz-ZeitungStadt verbietet umstrittenes Rodeo
OGGERSHEIM: Begründung: Anmeldefristen nicht eingehalten - Zuvor Proteste von Tierschützern

Wirbel gab es in den letzten Tagen um Rodeo-Veranstaltungen, die an den beiden kommenden Wochenenden auf dem Gelände des Reit- und Fahrvereins Ludwigshafen in Oggersheim stattfinden sollten. Diese wurden von der Stadt Ludwigshafen nicht genehmigt, da sie nicht fristgerecht angemeldet wurden.

Sowohl die Stadtratsfraktion der Freien Wählergruppe (FWG) als auch die Tierschutz-Initiative "Anti-Corrida" hatten gegen die Veranstaltung in ihrer geplanten Form plädiert. So forderte die FWG die Auflage des Verbots von sogenannten "Flankengurten". Diese würden bei bestimmten Rodeo-Disziplinen eingesetzt, um den Pferden Schmerzen zuzufügen und somit das gewünschte "Buckeln" hervorzurufen, teilte Rainer Metz, Fraktionsvorsitzender der FWG mit. Die Initiative "Anti-Corrida" hatte sich für das Verbot der gesamten Veranstaltung eingesetzt und begrüßte die Absage.

Die Stadtverwaltung selbst und das Kreisveterinäramt hatten nach eigenen Angaben diese tierschutzrechtlichen Probleme ebenfalls erörtert. Obwohl die Veranstaltung laut Stadtverwaltung wegen der Nichteinhaltung der Anmeldefrist untersagt wurde, wäre sie wohl auch bei rechtzeitiger Anzeige aus diesen Gründen problematisch gewesen, erklärte die Stadtverwaltung gestern. Wie Karl-Peter Petry vom Kreisveterinäramt auf Nachfrage der RHEINPFALZ erläuterte, seien bei solchen Veranstaltungen laut Viehverkehrsordnung Fristen entscheidend, die nicht eingehalten worden seien. Laut Petry muss eine Anmeldung vier Wochen vor Beginn einer solchen Veranstaltung erfolgen; in dieser Zeit finden dann normalerweise Überprüfungen tierseuchen- und tierschutzrechtlicher Art statt.

Wie Ulrike Heinrich von der Pressestelle der Stadt Ludwigshafen mitteilte, sei neben der Kontrolle der Papiere und Ausweise der Tiere auch die vorgesehenen Disziplinen der Rodeo-Veranstaltung genauestens auf tierschutzwidrige Inhalte hin zu überprüfen gewesen. Da jedoch die Beschreibung der Disziplinen der Behörde nicht fristgerecht vorgelegt wurde, war diese Überprüfung im Vorfeld nicht möglich. Im besonderen Fokus der Kritik der Tierschützer stehen neben den Disziplinen, bei denen der "Flankengurt" verwendet wird, auch der Einsatz von Rädchensporen und das Reiten von ausgewachsenen Bullen.

Zur Absage der geplanten Rodeo-Veranstaltung durch die Stadtverwaltung Ludwigshafen war der Reit- und Fahrverein für eine Stellungnahme gestern nicht zu erreichen. (tük)

Quelle und Copyright:: Rheinpfalz-Zeitung 19.04.2005

Anmerkung: Auch die Stadt Bamberg verweigerte im Mai 2005 die Genehmigung für Rodeo.

 

 

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